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  • Abgasrückführventil AGR Teil 2

    Nach der Theorie zur Praxis. Wir wollen versuchen an einem defekten AGR-Ventil die Fehlerursache für seinen Ausfall zu finden. Also auf zum Freundlichen und ein Schrott - AGR geholt. Nach seiner Bezeichnung müsste es aus einem X16XEL sein.

    AGRDas Testobjekt mit zwei angelöteten Kabeln zum testen der Spulenwicklung













    AGR













    AGRDer Steckerbelegungsplan X10XE / X12XE

    Bezogen auf X16XEL:
    Pin 1 = A
    Pin 2 = B
    Pin 3 = D
    Pin 4 = C
    Pin 5 = E

    Am Belegungsplan ist zu erkennen, dass die Spulenwicklung an Stift A und Stift E liegt. Also prüfen wir als erstes den Widerstandswert der Spule. Dieser soll ca. 8 Ohm betragen. Ergebnis der Messung fast 7 Ohm, also in Ordnung. Wir schließen jetzt eine Spannung von 12 Volt an das Ventil an. Auch der Kolben arbeitet ordnungsgemäß, das AGR öffnet. Der Kolben ist sauber, keine Spur von Oelkohle, Ruß oder sonstigen Ablagerungen. Warum wurde dann dieses Teil ausgetauscht? Dazu schauen wir mal in den Stromlaufplan vom X16XEL.
    Kommentare 6 Kommentare
    1. Avatar von vectra jan
      vectra jan -
      interessant weiter
    1. Avatar von ruast
      ruast -
      Endlich einmal etwas handfestes zum selber überlegen! Weiter so!
    1. Avatar von Astrabeat
      Astrabeat -
      Sehr Aufschlussreich,da kann man wenigstens mal was damit anfangen.
      Hab´s probiert und siehe da nichts passiert,anderes AGR geholt und: Erfolg! Läuft wieder klasse. Besten Dank!!!!!!
    1. Avatar von tu910
      tu910 -
      Leider geht es beim "Schaltplan" nicht weiter - hab ich etwas übersehen??
      Deshalb möchte ich meine AGR-Erfahrungen hier weitergeben:
      Wegen einer falschen Diagnose habe ich am Astra G mit X18XE1 bei km 206 000 das AGR gegen ein Billigprodukt (28,18 €) getauscht.
      Nach 12 000 km leuchtet die MKL ständig. Nach dem Rückbau ist wieder alles ok. Jetzt konnt ich das Billigding untersuchen.
      Ergebnis:
      Beide Teile sind äußerlich den Abbildungen unter AGR Teil 2 gleich. Verschmutzung, Ruß sehr gering, keine Verkohlung. Magnetspulen sind ok. Die Ventile werden offensichtlich nicht getaktet, wie es gelegendlich gesagt wird, sondern bekommen mal mehr oder weniger Spannung vom Steuergerät und öffnen dann mehr oder weniger. Die jeweilige Stellung des Ventils wird dem Steuergerät über das Potentiometer mitgeteilt. Die Ventilspindel betätigt den "Schleifer" des Potis. Aber - da gibt es kein Poti mit "Schleifer"! Deshalb hilft auch kein Kontaktspray. Stattdessen ist ein "Feldplatten-Potentiometer" eingebaut. Hierbei handelt es sich um ein elektronisches Bauteil mit 3 "Beinen", das aussieht wie ein Transistor. Ein Magnet auf der Ventilspindel wird an diesen Teil vorbeigeführt und je nach magnetischer Feldstärke ändert sich der Widerstand dieses Teiles. So ein "kontaktloses" Poti ist sehr robust und unempfindlich gegen Schutz und Feuchte. Diese Teil war defekt. Der Widerstand zwischen den Anschlüssen betrug ca. 170 Ohm, das intakte Gerät hat ca. 2,5 kOhm zwischen den äußeren Anschlüssen.
      Der Ausfall der Teiles hat wohl nicht mit dem Preis des AVRs zu tun, warscheinlich ein ganz "normaler" elektonischer Fehler. Das Billiggerät machte sonst keinen schlechten Eindruck.
    1. Avatar von zamwil01
      zamwil01 -
      hab das og. AGR,
      1)ventilstösel bewegt sich nach Entschlackung von Hand ca.0,5mm vom Ventilsitz,
      2)unter 12V-Spannung an A-E kein Öffnen erkennbar,
      3)könnte man den Stösel zur Beweglichkeitskontrolle auch von HAND einschieben?
      aktuelle Widerstands-Messung (Ohm)
      A-E: 8
      B-D: 3250
      B-C: 1250
      C-D: 2900
      defekt oder nicht?
      kennt jemand eine Schnittzeichnung vom Innenleben?
      bitte um kurze sachkundige Beratung zu 1 bis 3,
      vielen Dank
      willi
    1. Avatar von tu910
      tu910 -
      Hallo zamwil01

      ich bin kein KFZ-Fachmann, aber suche bei Problemen gerne die Ursache. In meinem Fall war es das defekte Poti. Das intakte AGR hat zwischen B-D ca. 2500 Ohm. Die Werte zwischen B-C und C-D sind von der Stellung des "Schleifers" abhängig, ergeben aber immer den Wert von B-D. Ob in allen AGRs "kontaktlose" Potis eigebaut sind, kann ich nicht sagen. Ich denke, die absoluten Werte sind nicht sehr wichtig, denn das Poti arbeitet wohl als Spannungsteiler. Leider habe ich das alte AGR entsorgt, glaube aber, dass es mehr als nur 0,5mm Öffnung hatte. Die Ventilspindel wurde durch eine Spiralfeder in die Schließstellung gedrückt, deshalb sollte ein kräftiger Druck mit der Hand nicht schaden. Eine Schnittzeichnung kenne ich nicht. Beim öffnen des Ventils muß sich der Widerstand B-C und C-D ändern. Viel Erfolg bei der Reparatur.
      Georg