|
Sonntag, 25 Februar 2007 |
Angesichts der erschreckenden Ergebnisse jüngster Weltklimastudien
fällt auch das Augenmerk der deutschen Politik einmal mehr auf das
liebste Vehikel der Bürger - das Auto.
Die für das Ozonloch prekären CO2 (Kohlendioxid) - Ausstöße sind das
größte Problem, das ein PKW verursacht – so sieht es auch die
Europäische Union und begrüßt deshalb die deutschen Pläne, die
bisherige Kfz-Steuer zu einer 'CO2-Steuer' umzugestalten.
Hierbei würde das Steuerentgelt nicht mehr gemäß der Größe des
Hubraumes berechnet werden, sondern abhängig vom Kohlendioxid-Ausstoß
des Autos.
Bundesverkehrsminister Tiefensee ginge eine solche neue Art der
Besteuerung allerdings nicht weit genug. Seiner Meinung nach müssten in
einer reformierten Kfz-Steuer auch alle anderen, für die Umwelt
gefährlichen, Abfallprodukte des Autos berücksichtigt werden.
Ältere Autos, zum Beispiel, würden nach Tiefensees Vorschlag deutlich
höher besteuert werden als Neuwagen, die bereits schadstoffarm
konzipiert worden seien.
Wie bereits bei der gegenwärtigen Kfz-Steuererhebung gültig, sollen die
Autos auch in Zukunft gemessen an ihrem Abgasausstoß in
Emissionsklassen unterteilt und danach besteuert werden.
Hinsichtlich dieser Pläne wäre der Neukauf eines emissionsarmen
Neuwagens die günstigste Lösung, wenn man wenig Steuern bezahlen
möchte.
Tiefensee betonte, dass die neue Kfz-Steuer nicht dazu führen solle,
dass sich der Kleinverdiener in Zukunft kein Auto mehr leisten könne.
Da sich aber gerade Bürger mit wenig Geld keinen Neuwagen kaufen können
werden, ist fraglich, wie sie die deutlich höheren Steuersätze für
einen Alt-PKW aufbringen sollen.
Auf Ablehnung stoßen die Reformpläne bei den Bundesländern. Hier wird
befürchtet, dass die Verbraucher tatsächlich auf Umwelt schonende,
neue, PKWs umsteigen und somit Steuerausfälle verursachen könnten.
In der Bevölkerung finden derweil Diskussionen statt, ob es nicht am
Sinnvollsten wäre, die KFZ-Steuer komplett abzuschaffen und statt ihrer
eine deutliche höhere Mineralöl-Besteuerung zu beschließen. Viele
Bürger halten diese Variante für besser, da sie sich stärker am
tatsächlichen Schadstoffausstoß orientiere - wer viel fahre und damit
die Umwelt stärker belaste, müsse auch tiefer in die Tasche greifen.
Zu diesem Thema läuft im Forum bereits eine Diskussion samt Umfrage. Das Thema finden Sie unter Besteuerung nach CO2 Ausstoss. |
|
Letzte Aktualisierung ( Montag, 26 Februar 2007 )
|